Warum wir grillen

BRD, 2021
Dauer: 5:00 min
Ein Beitrag von Florian Beck und Christian Schnelting

Wenn Benedikt B. und seine Freunde sich an den Grill stellen, geht es natürlich um Kohle, Rauch und Essen - aber auch um Wettbewerb. Denn sie gehören zum Grillsportverein „die Zamgwürfelten“ und nehmen an Grillwettbewerben teil. Aktuell läuft das Training für die nächsten Wettbewerbe. Doch warum grillen wir eigentlich so gern? Carolin K. hat dazu ihre Bachelorarbeit geschrieben. Die 25-Jährige ist in München-Giesing in einer kleinen Wohnung aufgewachsen. Und Grillen an der Isar hat zu ihrer Jugend dazugehört. Sie ist überzeugt: „Wenn wir grillen, werden tiefe evolutionäre Wurzeln in uns angesprochen“. Denn „durch die Entdeckung des Feuers konnte Gemeinschaft und Sprache entstehen.“ Auch der Frage, warum meist Männer am Grill stehen, ist Carolin Kunert nachgegangen: „Eigentlich ist es komisch, weil doch früher die Frauen das Feuer gemacht haben“, meint sie. Ihre These: „Das ist das letzte Refugium des Mannes, wo er sich ein bisschen ausleben darf. Mit bloßen Händen essen, Wurst vom Grill weg, 4 Steaks. Wenn Sie das im Restaurant machen würden, geht das nicht. Aber beim Grillen ist das erlaubt.“ Bei den „Zamgwürfelten“ geht es allerdings deutlich gesitteter zu. Man will ja rund um den Grill ein vollwertiges Menü zaubern und Fachjuroren damit überzeugen. Carolin K. selbst hat beim Grillen ganz anderes im Sinn: Sie will da vor allem raus in die Natur. Und deshalb hat sie während ihres Industriedesign-Studiums einen mobilen Grill entwickelt, den man sogar aufs Fahrrad bekommt. Heute vertreibt sie ihn in ihrem Startup

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